Spiritualität
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Spiritualität – vielleicht mehr, als du denkst?
Schön, dass du hier bist und dich fragst, was eigentlich hinter dem Wort Spiritualität steckt. Vielleicht spürst du eine Sehnsucht, die du noch nicht ganz greifen kannst. Vielleicht hast du Lust, tiefer zu schauen – in dich selbst, in die Welt, ins Leben. Genau dafür ist dieser Beitrag da.
Was ist Spiritualität – und was verstehen wir darunter?
Der Begriff „Spiritualität“ ist abgeleitet aus dem Lateinischen: spiritus – Geist, Hauch, Atem bzw. vom Verb spirare – atmen. Diese Bilder zeigen: Spiritualität hat etwas Lebendiges, Bewegliches, Durchlässiges und Umhüllendes, etwas, das dich im Innersten berührt und dir von außen ohne dein Zutun geschenkt wird.
Spiritualität bedeutet für uns:
- Offenheit für mehr als das Sichtbare und Materielle. (Transzendenz)
- Sinnsuche, die über das „Funktionieren im Alltag“ hinausgeht. Sinnerfüllung als Zustand, in dem die eigene Existenz als wertvoll, verständlich und zielgerichtet empfunden wird. (Kohärenz)
- Ganzheitlichkeit – ein Leben, in dem Denken, Fühlen und Handeln zusammenpassen und dich innerlich heil werden lassen. (Kongruenz)
Spiritualität beschreibt die Suche nach Sinn und Verbundenheit – mit dir selbst, mit anderen, mit der Welt und mit Gott oder einer höheren Wirklichkeit.
Tatsächlich: Das ist weit mehr als Religion.
Und doch spielt unser christlicher Hintergrund eine Rolle.
Was macht christliche Spiritualität aus?
Als christliche Organisation orientieren wir uns an den Worten, Wegen und Werten Jesu. Christliche Spiritualität heißt für uns:
- in Beziehung zu Gott leben
- durch Gebet, Stille, Meditation und Gemeinschaft Kraft finden
- sich von Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit leiten lassen
- Mut schöpfen für Veränderung – im eigenen Leben und in der Welt
Christliche Spiritualität verbindet Glauben, Ethik und Lebensstil. Sie lädt zum Dialog ein. Sie ist nicht abgrenzend, sondern zugewandt.
Und im Alltag? Kann christliche Spiritualität dich verändern – dich und dein Tun?
Vielleicht kennst du das Gefühl: Manchmal verlierst du dich im Trubel, in schlechten Nachrichten, in Streit, in der Erschöpfung. Und plötzlich fehlt dir die Kraft, dich für andere einzusetzen oder deine Vorhaben umzusetzen. Alles scheint aus dem Ruder zu laufen.
Christliche Spiritualität kann dir Orientierung geben und Türen öffnen. Wenn du aus einer tiefen Verbundenheit mit Gott lebst:
- gibt Spiritualität dir eine innere Mitte, aus der du leben kannst,
- schenkt sie Leidenschaft und Begeisterung, die in die Praxis übergeht,
- führt sie zu Freiheit, Mut und Hoffnung, zum Respekt vor dem Leben,
- lädt sie zu Verwandlung ein – nicht oberflächlich, sondern aus der Tiefe heraus.
Spiritualität ist:
Ein Weg. Ein Geschenk. Eine Suche. Ein Raum für Sehnsucht. Eine Erfahrung von Eins-Sein.
„Christliche Spiritualität ist glaubend-hoffender-liebender Umgang mit Realität- im Sinne und im Geiste Jesu und seines Evangeliums. “ (Willi Lambert, Seelsorge und christliche Lebenskultur, Definition Spiritualität).
Wie kannst du deine Spiritualität entdecken, vertiefen und in dein alltägliches Handeln einfließen lassen?
Du kannst Spiritualität viel unkomplizierter in deinen Alltag integrieren, als du vielleicht denkst. Oft beginnt sie in kleinen Momenten – in einer Haltung der Achtsamkeit, der Dankbarkeit, der Verbundenheit. Hier sind 10 konkrete, alltagstaugliche Wege, die du sofort ausprobieren kannst:
- Atempausen – dein Mini-Anker
Mehrmals am Tag kurz innehalten, drei tiefe Atemzüge nehmen, spüren: Wie geht es mir gerade?
Dieser Moment holt dich aus dem Autopiloten heraus – und verbindet dich neu mit dir selbst.
- Dankbarkeit kultivieren
Schreibe jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist.
Das verändert den Blick: weg vom Problemmodus, hin zu dem, was trägt.
- Kleine Rituale schaffen
Rituale strukturieren und beruhigen:
- eine Kerze am Morgen anzünden
- eine kurze Meditation
- ein Gebet beim Einschlafen
- ein Spaziergang ohne Handy
Es muss nichts Großes sein – nur wiederkehrend. So kannst du eine spirituelle Haltung einüben.
- Achtsamkeit im Alltag
Versuche, Tätigkeiten bewusst zu tun:
beim Kochen, Duschen, Warten, Gehen.
Spiritualität beginnt dort, wo du präsent bist.
- Natur als spiritueller Raum
Ein paar Minuten draußen können Wunder wirken.
Lausche, wie der Wind klingt.
Nimm Farben wahr.
Spüre Boden unter den Füßen.
In der Natur fällt der Zugang zu Transzendenz oft leichter.
- Verbundenheit leben
Ein Lächeln. Ein ehrliches Gespräch. Jemandem zuhören.
Spiritualität zeigt sich auch darin, wie du anderen begegnest – mit Respekt, Wärme und Offenheit.
- Inspirierende Quellen nutzen
Vielleicht findest du spirituelle Anregung in:
- biblischen Texten
- Musik
- Poesie
- Impulsen im Kalender
- Podcast-Folgen
- Gottesdienstvorschlägen oder Texten auf dem MEET CAMPUS
Wichtig ist: Es soll dein Herz berühren.
- Eine Frage des Tages
Starte jeden Tag mit einer Frage wie:
- Worauf möchte ich heute achten?
- Wie kann ich heute Liebe leben?
- Wofür möchte ich dankbar sein?
Solche Fragen richten dich innerlich aus.
- Gemeinschaft suchen
Spiritualität vertieft sich oft im Miteinander:
- gemeinsame Gebete
- Gottesdienste
- Gesprächskreise
- Oasentage oder Besinnungsangebote
Gemeinschaft schenkt Rückhalt und neue Perspektiven – besonders in schwierigen Zeiten.
- Pausen ernst nehmen
Spiritualität braucht Raum:
Momente des Schweigens, der Langsamkeit, des Loslassens.
Gerade wenn du viel gibst, brauchst du Zeiten, die dich nähren.
Wichtig: Spiritualität ist kein Leistungssport, aber sie kann eingeübt werden!
Du musst nichts „richtig“ machen. Es geht um ein aufmerksames, vorurteilfreies Wahrnehmen.
Spiritualität entsteht dort, wo du dich öffnest – auf deine Weise.
Wie verändert Spiritualität dich und dein Handeln in der Welt?
Vielleicht fragst du dich jetzt: Macht Spiritualität wirklich einen Unterschied?
Viele Menschen sagen: Ja. Und sie haben es mit ihrem Leben gezeigt.
Zwei Vorbilder, die in ihrem Leben Kontemplation und Aktion überzeugend verbunden haben und wegweisend für die Caritas wurden, möchten wir an dieser Stelle nennen:
- Elisabeth von Thüringen ließ im 13. Jahrhundert ihre privilegierte Stellung hinter sich und lebte radikal für die Armen, Kranken und Ausgegrenzten.
- Vinzenz von Paul gab der Nächstenliebe im 17. Jahrhundert eine Struktur – er baute die ersten Caritasvereine auf und wurde zu einem Wegbereiter moderner sozialer Arbeit.
Ihre Haltung wirkt bis heute nach – auch im MEET CAMPUS und im Leitbild der Caritas-Konferenzen Deutschlands e. V.
Und so ist es mit vielen weiteren Vorbildern in der Geschichte, in allen Religionen und Kulturen, die in spiritueller Verbundenheit mit Gott und der Welt zu Ungewöhnlichem fähig waren. Vielleicht fallen dir in diesem Moment Idole/Vorbilder/Heilige ein, die für dich bedeutsam sind?
Probiere es aus, welche Energie sich entwickelt aus deiner tiefen Verbundenheit mit Gott. Gerade dann, wenn du zweifelst oder ausgelaugt bist, können spirituelle Momente Wunder wirken. Sie können dir neue Energie, Klarheit und innere Orientierung schenken.
Unsere Angebote – für dich und deinen Weg
Vielleicht können dich Angebote auf dem MEET CAMPUS bei deiner persönlichen Sinn- und Orientierungssuche unterstützen? Vielleicht entdeckst du dabei, welche Wirksamkeit das Engagement in der Gemeinschaft entwickelt, wie du dich und dein Umfeld verändern kannst?
Schau gern rein und prüfe, was zu dir passt.
Auf dem MEET CAMPUS findest du:
- Gottesdienstvorschläge
- Impulse für deinen Alltag
- Zeiten der Stille
- Oasentage, Besinnungstage, Räume zum Auftanken
Unsere Honorarkräfte oder Mitglieder des Teams können dich auf Anfrage online oder im persönlichen Kontakt auf deinem spirituellen Weg unterstützen. Darüber hinaus bietet die Diözese Rottenburg-Stuttgart allen Interessierten eine kostenlose Geistliche Begleitung: Was ist Geistliche Begleitung? – Geistliche Begleitung Diözese Rottenburg-Stuttgart
Was hat Spiritualität mit dir und deinem Engagement zu tun?
Spiritualität kann in der Begegnung mit anderen eine besondere Tiefe erhalten. Im Christentum gehören Kontemplation und Aktion, Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe zusammen. Und genau in diese Schnittmengen bringt der MEET CAMPUS seine Angebote ein.
Der MEET CAMPUS will dich stärken – als Mensch und als engagierte*r Freiwillige*r.
Unter dem Motto „Du für eine starke Gesellschaft“ ermöglichen wir Angebote, die:
- Empowerment fördern
- Austausch ermöglichen
- Selbstorganisation im Ehrenamt stärken
- die Unabhängigkeit Ehrenamtlicher sichern
- Spiritualität als Haltungs- und Herzensbildung begleiten
Denn viele Menschen erleben: Wenn die Seele Kraft hat, kann das Engagement wachsen.
Rufe uns gerne an unter 0711/2633-1160/1161 oder sende uns eine Email mit deinem Wunsch unter CKD-RS@ckd-rs.de.
Auf dieser Plattform der Caritas kannst Du deinen Ehrenamtstyp spielerisch herausfinden und anschließend selbst nach Engagementmöglichkeiten suchen: Helfende Hände herzlich willkommen
Wir sind neugierig: Wie verstehst du Spiritualität?
Wir sind gespannt auf deine Sicht!
- Was bedeutet Spiritualität für dich persönlich?
- Spürst du sie im Alltag – und wenn ja, wo?
- Was bräuchtest du, um deine spirituelle Seite weiterzuentwickeln?
Schreib uns gerne: hallo@meet-campus.de
Danke, dass du dich auf dieses Thema eingelassen hast. Vielleicht beginnt hier etwas Neues – ein Weg zu dir, zu anderen und zu einer Spiritualität, die trägt.
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